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  Was ist der Zukunftssalon Steglitz-Zehlendorf?

Der Zukunftssalon ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Aktionskreis Energie e.V., Umweltamt Steglitz-Zehlendorf, Evangelischer Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf und der Victor-Gollanz-Volkshochschule.

In jährlich drei bis vier Salons sollen Themen der Nachhaltigkeit vorgestellt und mit den Besuchern diskutiert werden.Die Salons finden im Wrangelschlößchen in der Steglitzer Schloßstraße statt.

Der nächste Zukunftssalon wird im Oktober / November 2010 stattfinden.

Wrangelschösschen


  6. Zukunftssalon 15. Juni 2010

Barbara Lenz

(Direktorin des Institut für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt)

Mobilität und Stadt im Jahr 2030

Visionen - Konzepte - Hindernisse

Mobilität ist ein hohes Gut. Der Verkehr, so wie er heute organisiert wird, schadet der Gesundheit, dem Klima und der Umwelt. In den kommenden Jahren gilt es, die Weichen neu zu stellen: Für ein Verkehrssystem, das Mobilität ermöglicht, Umwelt und Gesundheit jedoch wenig belastet und damit die Lebensqualität in der Stadt steigert. Wo wollen wir in zwanzig Jahren stehen? Welche Veränderungen bewirken neue Antriebskonzepte und der demographische Wandel? Wie stellen wir uns den städtischen Verkehr in der Zukunft vor?

Barbara Lenz


  5. Zukunftssalon 16. Februar 2010

Hermann-Josef Tenhagen

(Stiftung Warentest)

Mit gutem Gewissen Geld anlegen?

Möglichkeiten ethischer und nachhaltiger Geldanlagen

Das war das Thema des Zukunftssalons Steglitz-Zehlendorf am Dienstag, 16. Februar 2010. Mehr als Hundert interessierte Bürgerinnen und Bürger drägten sich im Steglitzer Wrangelschlösschen, um sich zu informieren.

Der Chef der Zeitschrift Finanztest, Hermann-Josef Tenhagen, ein ausgewiesener Experte für Verbraucherberatung in Sachen Geld, zeigte in einem Vortrag den Entwicklungsstand solcher Geldanlagen auf. Sein Fazit: Ob Umweltaktien, grüne Spareinlagen oder nachhaltige Rentenfonds, wer Geld unter ethischen Gesichtspunkten anlegen wolle, habe inzwischen eine Fülle von Möglichkeiten. Ethische Kapitalanlagen

seien längst keine Nischenprodukte mehr, sondern erfreuten sich wachsender Beliebtheit. In der Rentabilität unterschieden sie sich kaum von den klassischen Anlagen, liefen zum Teil sogar besser.

Den Vortrag und eine Liste mit einteressanter Literatur und Internetadressen finden Sie auf der Internetseite des Evangelischen Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf unter dem Link: http://www.teltow-zehlendorf.de


  4. Zukunftssalon 23. November 2009

Tilman Santarius

(Heinrich-Böll-Stiftung)

Der Welthunger und wir

Vom Fair-Trade-Einkauf zum zukunftsfähigen Agrarhandel

Fair-Trade Produkte, von Bananen über Schokolade bis zu Einkaufstaschen, haben inzwischen aus den Weltläden heraus in die Regale unserer Supermärkte Einzug gehalten. Doch sie fristen immer noch ein Nischen-Dasein. Welchen Beitrag kann Fair-Trade für den internationalen Handel leisten? Wie kann ein gerechter Handel zur Bekämpfung von Armut und Hunger, aber auch zum Schutz der Umwelt und des Klimas beitragen? Und was können wir dafür tun?

Immer wieder steht die Landwirtschaft und der Handel mit Agrarprodukten im Mittelpunkt der Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO). Die Liberalisierung des Handels bedeutet nichts Gutes für die Zukunft der Agrarwirtschaft weltweit. Es ist vielmehr abzusehen, dass sie die schwierige Lage von Kleinbauernfamilien und bäuerlichen Betrieben - in Nord und Süd - sowie die Ernährungsunsicherheit in der Welt weiter verschärfen und zu einer noch stärkeren Belastung der globalen Ökosysteme führen werden. In Westafrika raubt der Import von europäischen Hähnchenfleisch lokalen Geflügelzüchtern die Existenzgrundlage. In Madagaskar kam es zu blutigen Unruhen, weil Ackerland mit einer Fläche von der Größe halb Brandenburgs vom Konzern Daewoo für den Anbau von Biosprit-Pflanzen gepachtet wurde.

Tilman Santarius wird uns Zusammenhänge und Perspektiven erläutern und neue politische Instrumente für ein Handelssystem vorstellen, das den Armen eine wirkliche Chance bietet und den Hunger in der Welt verringert, ohne die Ökosysteme zu überfordern.


  3. Zukunftssalon 22. April 2009

Dr. Michaele Schreyer

(EU-Kommissarin a.D.)

Eine Europäische Gemeinschaft für Erneuerbare Energien

Wie kann Europa seine Energieversorgung nachhaltig sichern, den Klimawandel effektiv bekämpfen und zugleich seine Wettbewerbsfähigkeit erhöhen?

Erneuerbare Energien spielen neben Energieeinsparung und Verbesserung der Energieeffizienz die Schlüsselrolle in einer Strategie nachhaltiger Energiepolitik.

In einer Studie für die Heinrich-Böll-Stiftung entwickelte Michaele Schreyer gemeinsam mit Lutz Mez, Professor an der FU Berlin, die Vision einer vollständigen Deckung des europäischen Strombedarfs durch erneuerbare Energien.

Michaele Schreyer, studierte Wirtschaftswissenschaftlerin, war in der Zeit von 1989 - 1991 Berliner Senatorin für Stadtentwicklung und Umweltschutz sowie von 1999 - 2004 EU-Kommissarin für Finanzen.


Bericht herunterladen

  2. Zukunftssalon 20. Januar 2009

Professor Holger Rogall

(FHW Berlin)

Die Finanzkrise - Bremse oder Chance für eine nachhaltige Ökonomie

"Wir haben jetzt andere Sorgen, als überzogene Programme zur Rettung des Weltklimas zu bezahlen", lautet der Einwand, die gegenwärtige Finanz- und Konjunkturkrise für eine nachhaltige Entwicklung zu nutzen.

Die Finanzkrise und ihre Auswirkungen überstrahlt sämtliche anderen Probleme. Über Geld wird nur noch in der Größenordnung von Millarden gesprochen. Konjunkturstützende Maßnahmen werden über Nacht vorgeschlagen und genauso schnell wieder verworfen.

Dabei hat die Belastung der natürlichen Lebensgrundlagen durch die Übernutzung der Ressourcen und die Freisetzung von Schadstoffen nicht nur nach Auffassung der nachhaltigen Ökonomie ein Ausmaß angenommen, das nicht weiter aufrecht erhalten werden kann.

Sollte die gegenwärtige Situation daher nicht genutzt werden, das Wirtschaften so zu verändern, dass Krisen durch Rohstoffknappheit, Auswirkungen der Klimaveränderung und damit Verschlechterung der Lebensbedingungen verhindert werden? Oder kann man sich Nachhaltigkeit nur unter Bedingungen des Überflusses leisten?

Prof. Holger Rogall von der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht stellte seine "Ökologische Ökonomie" vor, die die wirtschaftliche Entwicklung in das Dreieck "Ökologie, Ökonomie und Soziales" einbettet. Grundlegende Fakten und Erkenntnisse wurden dabei eingängig und unterhaltsam vorgetragen, versehen mit Beispielen und aktuellen Bezügen.

Vortragsfolien herunterladen

  1. Zukunftssalon 23. November 2008

Karl-Otto Henseling

Am Ende des fossilen Zeitalters

Der erste Zukunftssalon Steglitz-Zehlendorf fand in der angenehmen Atmosphäre des Wrangelschlösschens statt. Eingeladen hatten neben dem Umweltamt der Kirchliche Arbeitskreis Umwelt in Teltow-Zehlendorf (KAUTZ), die Bürgerstiftung Steglitz-Zehlendorf sowie der Aktionskreis Energie. Die Gäste waren so zahlreich erschienen, dass die Stühle knapp wurden, um dem Gast des Abends, Karl Otto Henseling, zuzuhören, der sein neues Buch „Am Ende des fossilen Zeitalters“ vorstellte.

Mit Witz und an Hand anschaulicher Beispiele erläuterte der langjährige Mitarbeiter des Umweltbundesamtes,vor welche Herausforderungen die zur Neige gehenden Vorräte an fossilen Energieträgern und der Klimawandel die Menschheit stellen. Auch andere Elemente des Stoffwechsels zwischen Mensch und Natur erfordern dringend ein anderes Wirtschaften und Konsumieren: Nährstoffkreisläufe werden aus dem Gleichgewicht gebracht, schleichende Vergiftungen bedrohen Umwelt und Gesundheit und knappe Ressourcen werden übernutzt.

Der Autor ging mit den Gästen des Salons auf eine Zeitreise durch die Epoche der Industrialisierung, in der sich das Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt drastisch verändert hat - mit weit reichenden Folgen für die Zukunft. Am Ende scheinen wir in einer Sackgasse zu stehen. Doch Henseling hat sein Buch seiner Enkelin, die auch unter den Zuhörern war, gewidmet. Er betont die Chance zur Veränderung: Alternativen sind als „Puzzleteile“ schon zahlreich vorhanden, eine nachhaltige Nutzung von Stoffen und Ressourcen ist möglich.

Der Abend wurde abgerundet durch die Vorstellung des Jahresprogramms des Aktionskreises Energie e.V. Steglitz-Zehlendorf, das sich wie in den vergangenen Jahren wieder rund um die Haussanierung dreht und Angebote sowohl für Fachleute wie für Mieter und Hauseigentümer beinhaltet.

Außerdem stellte Frau Birkelbach vom Umweltamt die neue „Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit“ vor, deren Aufgabe es ist, die Umsetzung und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsziele des Bezirksamtes zu koordinieren. Herr Schrage-Aden, bezirklicher Klimaschutzbeauftragter, führte durch das Programm und lud die Gäste ein, auch zum nächsten Zukunftssalon – voraussichtlich im Januar 2009 - wieder ins Wrangelschlösschen zu kommen.

Beim Ausklang mit Wasser, Wein und Brezeln konnte weiter diskutiert, alte Kontakte erneuert und neue Allianzen für ein zukunftsfähiges Steglitz-Zehlendorf geschmiedet werden.



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