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| Niedrigenergiesiedlung Grunewald |
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Ziele, Motivation
Die aus 14 Stadtvillen bestehende
Wohnanlage "Am Grunewald" ist neben "Am Petersberg" die zweite der
beiden Siedlungen in Zehlendorf, deren bauliche und energetische
Konzeption im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs zur Planung von
Bundesbedienstetenwohnungen entwickelt wurde. Auch hier geht es um
Niedrigenergiebauweise verbunden mit einer gleichartigen
Energieversorgungslösung zur Heizwärmeversorgung, bei der eine
zentrale thermische Solaranlage in das lokale Nahwärmenetz der
Siedlung integriert ist.
Die Anforderung der WärmeschutzV `95
an den Jahres-Heizwärmebedarf sollte dabei um 25 % unterschritten
werden; zur Dimensionierung der Solaranlage wurde ein solarer
Deckungsanteil für die Warmwasserbereitung von möglichst 50 %
zugrunde gelegt.
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Maßnahmen
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Das energetische Konzept zeichnet sich durch einen guten baulichen
Wärmeschutz und die solargestützte Nahwärmeversorgung aus. Auch
dieses Projekt wurde in Fertigbauweise - u.a. zweischalige
Betonwandelemente mit Kerndämmung ausgeführt. Das Konzept wurde
konsequent umgesetzt.
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Baulicher Wärmeschutz (k-Werte)
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Dach
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0,23 W/(m²K)
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Außenwand
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0,27 W/(m²K)
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Fenster
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1,3 W/(m²K)
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Kellerdecke
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0,32 bis 0,50 W/(m²K)
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Kompakte Bauweise
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A/V - Verhältnis
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0,46
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Heizungsanlage: Versorgung des lokalen Nahwärmenetzes aus
dem Fernwärmenetz der BEWAG. Außentemperaturgeführte
Vorlauftemperatur-Regelung durch Beimischung.
Ausgleichungstemperatur von tV/tR=70/40°C.
Lüftungskonzept Zentrale
Abluftanlagen mit Außenluftdurchlässe in Wohn-, Schlaf- und
Kinderzimmer.
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Warmwasserbereitung Trinkwassererwärmung mittels
Speicherladesystem. Gebäudeweise zentraler Trinkwasserspeicher mit
300 Liter Volumen.
Wärmeversorgung Solarunterstützte
Nahwärmeversorgung. Hauptkomponenten: Heizzentrale mit Anschluss an
Fernwärme aus KWK, Anlagentechnik zur Einbindung der Solaranlage
sowie nachgeschaltetes Nahwärmenetz.
Regenerative
Energien Die zentrale Solaranlage bestehend aus
Vakuum-Röhrenkollektoren hat eine Gesamtfläche von 173,3 m² und ist
auf den Flachdächern von zwei Stadtvillen montiert. Die realisierte
Anlage ist auf einen Deckungsanteil von 36,8 % des Warmwasserbedarfs
ausgelegt.
Ergebnisse
Ausführung Die
Berechnung des Heizwärmebedarfs nach WärmeschutzV '95 (Nutzenergie)
ergibt bezogen auf die Wohnfläche einen Bedarf von 68,8 kWh/(m²WF
a). Damit wird die Zielstellung zur Unterschreitung der
WärmeschutzV'95 um 25 % erreicht.
Mit der Vorplanung
wird auch die geltende EnEV deutlich unterschritten (bezüglich des
Zielwertes HT' um 16 %).
Die Berechnung des Energiebedarfs
für die Heizung nach EnEV (Endenergie) ergibt bezogen auf den
Standort Berlin und auf die Wohnfläche einen Bedarf von 55,2
kWh/(m²WF a).
Während der Bauausführung wurde das
Konzept der thermischen Solaranlage verändert. Die Neuberechnung
eines realistischen Zielwertes ergab einen spezifischen Ertrag von
361 kWh/(m² Kollektorfläche).
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Niedrigenergiehäuser "Am Grunewald"; gemessener gradtagsbereinigter
Heizenergieverbrauch (Endenergie); Heizperiode 2001
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Der gemessene mittlere spezifische, temperaturbereinigte
Heizenergieverbrauch (Endenergie) beträgt 80,1 kWh/(m²WF a).
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Niedrigenergiehäuser "Am Grunewald" (Kennwert einschließlich
Solarertrag); Vergleich mit Heizenergieverbräuchen (Endenergie)
anderer Modellvorhaben
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Minimum und Maximum liegen für die Siedlung bei 64,5 kWh/(m²WF a)
und 97,7 kWh/(m²WF a).
Die aus einer Hochrechnung
ermittelte Wärmelieferung der Solarkollektoren betrug in den Jahren
2002/2003 78,4 MWh/(m²WFa) bzw. 452 kWh/(m² Kollektorfläche).
Der
somit praktisch ermittelte Solarertrag übersteigt den
prognostizierten Ertrag um 25%.
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| Berliner Str. 88 |
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Ziele, Motivation
Die Wohnanlage "Berliner Str. 88"
wurde als Ergebnis eines im Frühjahr 1988 bundesweit durchgeführten
Wettbewerbs mit ökologischem Schwerpunkt errichtet und wurde in der
Bauphase als Bundesmodellvorhaben im EX-WOST-Programm
wissenschaftlich begleitet. Sie ist nach der Internationalen
Ausstellung 1987 das erste große ökologische Wohnungsbauprojekt in
Berlin. Erstmals ging es auch darum, die besonderen ökologischen
Anforderungen der WFB 1990 umzusetzen.
Ziel besonderer
Untersuchungen war, die Entwicklung von Kosten und Verbräuchen für
die Haushalte vor dem Hintergrund der Umsetzung ökologischer
Maßnahmen zu ermitteln.
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Maßnahmen
Folgende ökologisch orientierten
Maßnahmen wurden realisiert:
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Energie
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Fernwärmeversorgung über Nutzung des Fernwärmerücklaufs;
Kombination von Fußboden- und Radiatorheizung
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Wärmemengenzähler
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Nutzung von Solarenergie über Wintergärten
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Zusätzliche Wärmedämmung der Fassaden
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Windkraft- und PV-Anlage auf dem Gemeinschaftshaus zum Antrieb
des Regenwasserkreislaufs, Messstation
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Wasser
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Wassersparinstallation (Kaltwasserzähler, Durchflussbegrenzer,
6-l-WC)
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Regenwassernutzung zur Grünflächenbewässerung
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Regenwasserkreislauf mit Zisternen, Wasserlauf und Teich
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Grün- und Freiflächen
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Maßnahmen zur Fassaden- und Dachbegrünung
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Haus- und Mietergärten
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Anspruchsvolles Freiflächenkonzept mit Grünachse, Wasserlauf
und Regenwasserteich
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Abfall
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Wohnungsbezogene Mülltrennvorrichtungen in den Küchen
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Komposter für Garten- und organische Küchenabfälle
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Baustoffe
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Verwendung diffusionsfähiger Dämmstoffe
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Mineralische Putze und Anstriche für die Außenflächen bzw.
hinterlüftete Fassaden
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Naturgips im Innenausbau
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Chlorfreie Baustoffe (z.B. Bodenbeläge aus Linoleum)
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Holzfenster
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Ergebnisse
Ausführung Aufgrund der
Vorgaben und zusätzlichen Fördermöglichkeiten der WFB 1990 zeichnet
sich das realisierte Energiekonzept durch einen über die
Anforderungen der zum damaligen Zeitpunkt geltenden WärmeschutzV `82
hinausgehenden baulichen Wärmeschutz und gebäudeweise durch
Solarenergienutzung über Wintergärten aus.
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k-Werte:
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Dach
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0,30 bis 0,33 W/(m²K)
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Außenwand
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0,41 bis 0,50 W/(m²K)
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Fenster
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2,6 bis 2,8 W/(m²K)
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Kellerdecke
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0,43 bis 0,76 W/(m²K)
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Kompakte Bauweise
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A/V - Verhältnis
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0,24 bis 0,26
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Nutzung Der gemessene, gradtagsbereinigte mittlere
Heizenergieverbrauch (Endenergie) der Wohnanlage hat sich im Verlauf
der Heizperiode 1993/94 bis 1995/96 von anfänglich 118 kWh/(m²WF
a)auf 94,2 kWh/(m²WF a) reduziert.
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Siedlung Berliner Str. 88; Verlauf des gemessenen,
gradtagsbereinigten Heinzenergieverbrauchs (Endenergie)
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Siedlung Berliner Str. 88; Vergleich mit Heizenergieverbräuchen
(Endenergie) anderer Modellvorhaben
Damit
liegt der Heizenergieverbrauch für dieses Modellvorhaben zwar
deutlich über dem Durchschnittswert der anderen evaluierten
Modellvorhaben (für die allerdings wesentlich höhere Anforderungen
an den baulichen Wärmeschutz bestanden), aber ebenso deutlich unter
allen Verbrauchswerten, die für vorher oder zeitgleich errichtete
Wohnbauten in Berlin von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
ermittelt wurden.
Insgesamt stellt die Wohnanlage Berliner
Straße auch heute noch ein ökologisches Vorzeigeobjekt mit hohem
Wohnwert dar.
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| Solarhäuser Wannseebahn |
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Ziele, Motivation
Als experimenteller Teil der
Wohnanlage Berliner Straße wurde, anknüpfend an bauliche
Energiesparkonzepte der "Internationalen Bauaustellung 87", das
Wohnungsbauprojekt "Solarhäuser an der Wannseebahn" mit dem Anspruch
auf Niedrigenergiestandard realisiert.
Ziel des
Wettbewerbsentwurfs und der Sonderförderung durch den Bund (BMFT)
und das Land Berlin war laut Forschungsantrag "Entwicklung, Bau und
Erprobung von ökologischen Niedrigenergiegebäuden mit hybrider
Solarheizung, Tageslichtsystemen und integrierten Wintergärten, mit
Energieverbräuchen unter 20kWh/m² Wohnnutzfläche im Jahr".
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Dieser Gesamtanspruch wurde zwar im Rahmen der Realisierungsplanung
zurückgenommen, die innovativen Elemente der Solartechnik sollten
aber umgesetzt werden.
Maßnahmen Das
realisierte Energiesparkonzept beruht auf einer kompakten Bauweise,
einem guten Wärmeschutz der Gebäudehülle und der gezielten Nutzung
von Sonnenenergie durch südorientierte Fenster und große der
Südfassade vorgelagerte Wintergärten.
Ferner wurden
solare Hybridsysteme realisiert, d.h. über Luftkollektoren wird
zusätzliche Sonnenenergie der Gebäudemasse gespeichert, die dann zu
einem späteren Zeitpunkt genutzt werden kann.
Bei diesem
Modellprojekt wurden erstmals Hybridsysteme mit aktiver Entladung
eingesetzt. Speicherelement ist die Gebäudemittelwand.
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Baulicher Wärmeschutz Der bauliche Wärmeschutz
zeichnet sich durch einen guten Wärmedämmstandard aus.
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k-Werte:
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Dach
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0,26 bis 0,37 W/(m²K)
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Außenwand
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0,30 bis 0,49 W/(m²K)
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Fenster
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1,6 W/(m²K)
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Kellerdecke
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0,32 bis 0,52 W/(m²K)
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A/V - Verhältnis
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0,49
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Heizungsanlage: Die Raumbeheizung erfolgt über eine
Fußbodenheizung.
Lüftungskonzept Die
Wohnungen werden konventionell über die Fenster gelüftet.
Wärmeversorgung Das
Gebäude ist - wie die gesamte Wohnanlage Berliner Straße - an die
Rücklaufleitung des Fernwärmenetzes der BEWAG angeschlossen.
Regenerative
Energien Neben der passiven Solarenergienutzung über Fenster
und Wintergarten erfolgt eine aktive Nutzung der Sonnenenergie durch
Luftkollektoren und daran angekoppelte Bauteilmassen (Hybridsystem).
Ergebnisse Ein
Sonderproblem dieses Vorhabens ist die Energiebezugsfläche, da die
bewohnte und beheizte Fläche des Untergeschosses formal nicht zur
Wohnfläche gerechnet wird. Nachfolgend werden für dieses Vorhaben
zwei Heizenergiekennwerte genannt. Dabei wird ein Kennwert mit der
formalen Wohnfläche und ein Kennwert mit der tatsächlichen
Wohnfläche (beheizte Fläche, ca. um 25% größer als die formale
Wohnfläche) gebildet. Die auf die formale wohnflächenbezogenen
Verbrauchswerte liegen entsprechend höher.
Ausführung Der
mit der Planung nachgewiesene Heizwärmebedarf beträgt 89,33
kWh/(m²WF a) bzw. 62,1 kWh/(m²beh. NGF a) (Energiebezugsfläche hier
die erheizte Nettogrundfläche) und liegt damit deutlich über dem
Zielwert des Forschungsantrags von 20 kWh/(m²WF a), der die
Realisierung eines kostenmäßig nicht darstellbaren
Passivhausstandards erfordert hätte. Gleichwohl werden die
Anforderungen der WärmeschutzV `95 um 18 % unterschritten.
Mit
der Ausführungsplanung der "Solarhäuser Wannseebahn" wird auch die
geltende EnEV deutlich unterschritten: bezüglich des Zielwertes H'T
um 15 %.
Die Berechnung des Energiebedarfs für die Heizung
nach EnEV (Energie, Standort Berlin) ergibt einen Bedarf von 83,9
kWh/(m²WF a) bzw. 58,3 kWh/(m²beh. NGF a) (Energiebezugsfläche
hier die beheizte Fläche).
Nutzung Der
gemessene mittlere, spezifische, temperaturbereinigte
Heizenergieverbrauch (Endenergie) des Gebäudes beträgt bezogen auf
die Wohnfläche 134,9 kWh/(m²WF a) bzw. 93,6 kWh/(m²beh. NGF
a). Dieses Ergebnis ist auch im Verhältnis zur
Realisierungsplanung enttäuschend und erklärungsbedürftig.
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Solarhäuser an der Wannseebahn; gemessener, gradtagsbereinigter
Heizenergieverbrauch (Endenergie) 1994/95
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Hausweise Verbrauchserfassungen der Begleitforschung haben ergeben,
dass in einem der vier Häuser der Wintergarten ständig bewohnt und
beheizt wird, so dass auf dieses Haus rd. 40 % des
Heizenergieverbrauchs entfallen.
Das experimentelle
Energiegewinnsystem hat die darein gesetzten Erwartungen nicht
erfüllen können; Voraussetzungen seiner Effizienz wäre ggf. die
Realisierung des ursprünglich angedachten Passivhausstandards
gewesen.
Weitere Ursachen für den Mehrverbrauch gegenüber der
Zielstellung sind:
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Die gemessene mittlere Raumtemperatur lag während der
Heizperiode bei 21,9°C (Auslegungstemperatur 20°C).
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Die ermittelte Luftwechselrate lag bei n=0,8 h-1 und nicht bei
dem erwünschten Wert von n 0,5 h-1.
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-
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Aufgrund von Geräuschbelästigungen wurde das Hybridsystem
abgeschaltet. Daraus resultierten geminderte Wärmegewinne.
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Solarhäuser an der Wannseebahn; Vergleich mit Heizenergieverbräuchen
(Endenergie) anderer Modellprojekte
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Im Vergleich zu den anderen Modellprojekten weisen die Solarhäuser
an der Wannseebahn bezogen auf die formale Wohnfläche die höchsten
Heizenergieverbräuche auf; bezogen auf die wohngenutzte Fläche
relativiert sich dieses Ergebnis. Wesentliche Erfahrungen dieses
Vorhabens ist, dass gute konventionelle Wärmedämmung und geeignetes
Nutzerverhalten für die Energieeffizienz meist wirksamer sind als
experimentelle technische Maßnahmen.
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| Niedrigenergiesiedlung Petersberg |
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Ziele, Motivation
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Die aus 15 Stadtvillen bestehende Wohnanlage "Am Petersberg" ist
eine von zwei Siedlungen in Zehlendorf, deren bauliche und
energetische Konzeption im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs zur
Planung von Bundesbedienstetenwohnungen entwickelt wurde. Dabei geht
es um Niedrigenergiebauweise verbunden mit einer innovativen
Energieversorgungslösung zur Heizwärmeversorgung, bei der eine
zentrale thermische Solaranlage in das lokale Nahwärmenetz der
Siedlung integriert ist.
Die Anforderung der WärmeschutzV'95
an den Jahres-Heizwärmebedarf sollte dabei um 25 % unterschritten
werden; zur Dimensionierung der Solaranlage wurde ein solarer
Deckungsanteil für die Warmwasserbereitung von 50 % zugrunde gelegt.
Ziel
des Wettbewerbsentwurfs und der Sonderfertigung durch den Bund
(BMFT) und das Land Berlin war laut Forschungsantrag "Entwicklung,
Bau und Erprobung von ökologischen Niedrigenergiegebäuden mit
hybrider Solarheizung, Tageslichtsystemen und integrierten
Wintergärten, mit Energieverbräuchen unter 20kWh/m² Wohnnutzfläche
im Jahr".
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Maßnahmen
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Das energetische Konzept zeichnet sich durch einen guten baulichen
Wärmeschutz und die solargestützte Nahwärmeversorgung aus. Zu
den Besonderheiten des Projekts gehört die Ausführung in
Fertigbauweise - u.a. zweischalige Betonwandelemente mit Kerndämmung. Das
Konzept wurde konsequent umgesetzt.
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Baulicher Wärmeschutz
|
k-Werte:
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Dach
|
0,15 W/(m²K)
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|
Außenwand
|
0,23 W/(m²K)
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|
Fenster
|
1,3 W/(m²K)
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Kellerdecke
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0,33 bis 0,56 W/(m²K)
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Kompakte Bauweise
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|
A/V - Verhältnis
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0,49
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Heizungsanlage: Versorgung des lokalen Nahwärmenetzes aus
dem Fernwärmenetz der BEWAG. Außentemperaturgeführte
Vorlauftemperatur-Regelung durch Beimischung.
Ausgleichungstemperatur von tV/tR=70/40°C.
Lüftungskonzept Zur
Reduzierung der Lüftungsverluste wurden in allen Gebäuden zentrale
Abluftanlagen mit Außenluftdurchlässen eingebaut.
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Warmwasserbereitung Die Trinkwassererwärmung erfolgt
hausweise mittels Speicherladesystemen (Trinkwasserspeicher mit 300
Liter Volumen je Haus). Alle Gebäude verfügen über
Zirkulationsleitungen.
Wärmeversorgung Solarunterstützte
Nahwärmeversorgung. Hauptkomponenten: Heizzentrale mit
Fernwärmeübergabestation (Fernwärme aus KWK), Anlagentechnik zur
Einbindung der Solaranlage sowie nachgeschaltetes Nahwärmenetz.
Regenerative
Energien Die zentrale Solaranlage bestehend aus
Vakuum-Röhrenkollektoren hat eine Gesamtfläche von 176,5 m² und ist
auf den Flachdächern von drei Stadtvillen montiert. Die realisierte
Anlage ist auf einen Deckungsanteil von 40,6 % des Warmwasserbedarfs
ausgelegt.
Ergebnisse
Ausführung Die
Berechnung des Heizwärmebedarfs nach WärmeschutzV '95 (Nutzenergie)
ergibt bezogen auf die Wohnfläche einen Bedarf von 63 kWh/(m²WF a).
Damit wird die Zielstellung zur Unterschreitung der WärmeschutzV'95
um 25 % erreicht.
Mit der Vorplanung wird auch die geltende
EnEV deutlich unterschritten (bezüglich des Zielwertes HT' um 15 %).
Die
Berechnung des Energiebedarfs für die Heizung nach EnEV (Endenergie)
ergibt bezogen auf den Standort Berlin und auf die Wohnfläche einen
Bedarf von 60,16 kWh/(m²WF a).
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Niedrigenergiehäuser "Am Petersberg"; gemessener gradtagsbereinigter
Heizenergieverbrauch (Endenergie); Heizperiode 2001
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Der gemessene mittlere spezifische, temperaturbereinigte
Heizenergieverbrauch (Endenergie) beträgt 79,1 kWh/(m²WF a).
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Niedrigenergiehäuser "Am Petersberg" (Kennwert einschließlich
Solarertrag); Vergleich mit Heizenergieverbräuchen (Endenergie)
anderer Modellvorhaben
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Minimum und Maximum liegen für die Siedlung bei 57,4 kWh/(m²WF a)
und 131,6 kWh/(m²WF a). Die Mehrzahl der Gebäude weist allerdings
Verbräuche im Bereich des Bedarfswertes auf (siehe Abbildung). Damit
wird der Niedrigenergiehausstandard auch praktisch erreicht.
Das
energetische Konzept der thermischen Solaranlage sah nach Änderungen
in der Bauausführung solare Energieerträge von 412 kWh/m² Kollektor
a vor.
Der in 2002 / 2003 erreichte Solarertrag von 372
kWh/m²Kollektor a entspricht zu 90 % dem prognostizierten Ertrag und
damit auch in etwa der in der Bauausführung geänderten Zielstellung
für die Anlage. Weitere Potentiale werden gesehen in
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einem besseren hydraulischen Ausgleich des zu versorgenden
Nahwärmenetzes und
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in der vollständigen Entlüftung des Kollektorkreislaufes.
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| Knesebeckstraße |
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Standort Knesebeckstraße 13 B/C/D 14167 Berlin
Gebäude 1
Zweifamilienhaus 1 Einfamilienhaus
Bauherren Baugemeinschaft
mit drei privaten Familien
Architekt Dipl.-Ing.
Hartmut Scherer, Berlin
Tragwerksplanung Dipl.-Ing.
Norbert Voß, Berlin
Gesundheitsverträgliche Baustoffe
Gemäß
den Leitsätzen des baubiologischen Manifestes des B.A.U.
(Bund Architektur und Umwelt)
Entwurf und Konstruktion Kompakte
Bauweise Grundrisszonierung Mauerwerksbau und
Holzrahmenbauweise Dämmung aus Zellulose, Holzwolle-Leichtbauplatten und
Kokoswolle Holzfenster, 1,1 W/(m²K)
Energieversorgung Gasbrennwertkessel Solarkollektoren
für Brauchwasser und Heizung
Wasserkonzept Wasserspararmaturen, Trinkwassersubstitution
durch Regenwassernutzung für Toilettenspülung und
Gartenbewässerung
Wohnflächen 106m²/
107m²/ 112 m²
Bauzeit Mai 1995 - Juni 1996
Baukosten 1,1
Mio. DM / 0,56 Mio. EUR (KGr. 300-700) zuzügl. Eigenleistung
Förderung IBB
(Investitionsbank Berlin)
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Wohnanlage Knesebeckstraße
Kleine
familiengerechte Wohnanlage in einer umwelt-freundlichen und
ökologischen Bauweise
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Für eine Gruppe von drei Familien, bestehend aus damals sechs
Erwachsenen und zehn Kindern, sollte eine familiengerechte
Wohnanlage erstellt werden. Schwerpunkt der Bauaufgabe war neben dem
gemeinschaftlichen Bauen und Wohnen der Familien eine umweltgerechte
Bauweise sowie die Integration baubiologischer und ökologischer
Prinzipien.
So kamen umweltfreundliche Materialien und
Baustoffe zur Anwendung, die Häuser - ein Zwei- und ein
Einfamilienhaus - wurden behutsam in den auf dem Baugrundstück
vorhandenen Baumbestand eingebunden und nach Süden ausgerichtet. Die
Gebäudegrundrisse wurden entsprechend einer Nutzungs- und
Temperaturhierarchie mit Pufferräumen und Wintergärten zoniert.
Energie- und Wasserspartechnik wurde eingeplant.
Alle Häuser
sollten dieselbe Grundstruktur (Wirtschaftlichkeit!) haben und einen
einheitlichen Grundriss- und Konstruktionstyp aufweisen und dennoch
die Raumprogramme der drei verschiedenen Familien mit individuellen
Wohnbedürfnissen anbieten. Dabei wurden die jeweils
unterschiedlichen Raumbedürfnisse an Individual- und
Gemeinschaftsbereiche berücksichtigt.
Umsetzung Die
vorhandenen Bäume des kleinen Birkenhains bilden in der Mitte der
Wohnanlage ein "grünes Herz" und laden so die Kinder und Erwachsenen
zum Treffen, Versammeln und Spielen ein. Die Häuser haben zwei
versetzte Pultdächer (23 und 33°), die zum einen den
Witterungsschutz nach Norden herstellen und zum anderen auf der
Südseite die Integration der Solaranlage ermöglichen. Durch diese
Anordnung der Dächer entstehen im Dachgeschoß direkt besonnte
Galerien, die als Spiel- und Schlafemporen das Wohnflächenangebot im
Erd- und Dachgeschoß ergänzen.
Die Erschließung der
Häuser erfolgt von Norden durch einen kleinen Wohnweg, der durch die
breiten Vordächer über den Eingangstüren unterbrochen wird. Die
Vordächer geben Schutz vor Regen und gleichzeitig die Möglichkeit
allerlei ab-, unter- und hinzustellen. Alle Häuser haben zusätzlich
eigene Zugänge zum Garten.
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Die Südseite der Häuser bietet durch den größeren Raum zum Zaun -
der Grundstücksgrenze - die Möglichkeit den Wohnraum zu öffnen und
zu erweitern. Der Wintergarten als Pufferzone, die Terrasse oder
kleine Erdmulden bilden windgeschützte Sonnenräume für Menschen,
Pflanzen und Tiere.
Konsequent wurden bei den Häusern nur
"wohngesunde" Baustoffe verwendet. Die Außenwände sind in einer
Mischbauweise erstellt. Der Keller und das Erdgeschoß wurden mit
Leichtporenziegeln gemauert. Diese Wände bieten eine gute
Wärmespeicherung und durch ihr günstiges Feuchteverhalten ein sehr
gutes Raumklima. Die Kellerdecke ist ebenfalls aus dem Material
Ziegel, als Ziegelbalkendecke gebaut. Die Decke über dem Erdgeschoß
ist als sichtbare Holzbalkendecke hergestellt. Die Fußböden baute
man mit Cotto-Fliesen, Dielen oder Parkett auf. Im Obergeschoß
wurden die Außen- und Innenwände in Holzrahmenbauweise hergestellt
und mit Zellulose wärme- bzw. schallgedämmt. Die Außenwände
erhielten eine Beplankung von magnesitgebundenen
Holzwolleleichtbauplatten, die Innenwände Gipsfaserplatten. Das mit
Tonziegeln gedeckte Dach erhielt ebenfalls eine Zellulosedämmung.
Das
Zusammenspiel der Materialien Ziegel und Holz drückt sich auch in
der Fassade aus. Die Mauerwerksflächen sind verputzt, die
Holzkonstruktion erhielt eine Holzverschalung mit farbiger Lasur.
Die unterschiedliche Farbgebung der Häuser, Blau, Gelb und Rot, soll
die Identität der drei Familien erkennbar machen. Die ebenfalls
farbig lasierten Fenster aus heimischer Kiefer sind
wärmeschutzverglast. Die Türen sind aus Kiefer gefertigte gestemmte
Rahmentüren mit Füllung.
Um auf die allgemein
üblichen Kellerlichtschächte aus Kunststoff zu verzichten,
entschloss man sich, Lichtschächte aus senkrecht in das Erdreich
gerammten und in der Höhe gestaffelten Robinienstämmen herzustellen,
mit einer Kalkschotterpackung als Boden.
Solarkollektoren
Als
Hauptlieferant für Wärmeenergie wurde ein Gasbrennwertkessel
eingesetzt. Zusätzlich wurden auf den Dächern Solarkollektoren zur
Wärmeerzeugung für Brauchwasser und Heizung (Radiatoren und
Fußbodenheizung) installiert.
Elektrobiologie Zur
Vermeidung übermäßig vieler elektrischer Felder und der damit
verbundenen Belastung durch Elektrosmog entschied man sich für eine
sparsame Verlegung der Elektroinstallation und zusätzliche
Netzfreischalter.
Außenanlagen und Garten Die
Gärten sind als Spiel- und Verweilplätze mit kleineren Nutzgärtchen
naturnah mit standortgerechten Pflanzen angelegt. Als
Wegematerialien wurden Natursteine bzw. Recyclingprodukte und Holz
mit kleinem Versiegelungsanteil gewählt. Durch Sammlung des
Regenwassers in Zisternen und durch Wasserspararmaturen lässt sich
der Trinkwasserverbrauch erheblich reduzieren. Das Regenwasser wird
dort verwandt, wo Trinkwasserqualität entbehrlich ist, nämlich für
die Toilettenspülung und Gartenbewässerung.
Mikroklima Zur
Stabilisierung des Mikroklimas dienen bepflanzte Erdmulden vor den
Kellerfenstern, Windschutz-/ Sonnenmulden, Terrassen mit berankten
Pergolen und Wintergärten mit Grasdach.
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Impressum
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Auftragnehmer
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In Zusammenarbeit mit
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Umweltamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Abt. Jugend, Schule
und Umwelt, Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin
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solidar Architekten und Ingenieure, Dr. Günther Ludewig,
Winzerstraße 32 A, 13593 Berlin, Fon: 030 / 36 285 36-0, Fax:
030 / 36 285 36-5, dialog@solidar-architekten.de
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Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, Landesvertretung
Berlin-Brandenburg e.V., Dr. Uwe Hartmann,
Erich-Steinfurth-Straße 6, 10243 Berlin, Fon: 030 / 29 38 12
60, Fax: 030 / 29 38 12 61, dgs@dgs-berlin.de
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Abbildungen
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Dr. Günther Ludewig
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| Spindelmuehler Weg |
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Standort Spindelmühler Weg 30 12205 Berlin
Gebäude Typisches
Einfamilienhaus aus den 30er Jahren
Bauherr eine
private Familie
Architekten sol.id.ar, Berlin Architekten
und Ingenieure Dr.-Ing. Günter Löhnert Dr.-Ing.
Günther Ludewig
Tragwerksplanung ifb,
Ingenieurbüro für Bauwesen, Berlin
Planung
Gebäudetechnik Azimut, Berlin
Entwurf der
Erweiterung Passiv-solarer Direktgewinn über Fenster und
zugeordnete Speichermassen in Wänden, Decken und Böden Holz-Alufenster,
0,9 W/(m²K) bzw. 1,4 W/(m²K)
Sonnenschutz Sonnenschutz-Folienrollos (Reflexionsgrad
= 80 %)
Energieversorgung Gasbrennwertkessel Solarkollektoren
für Trinkwas- sererwärmung
Wasserkonzept Trinkwassersubstitution
durch Regenwassernutzung für Waschmaschine, Toilettenspü- lung
u. Gartenbewässerung
Baustoffe Emissionsfreie
Baustoffe und AnstricheWiederverwendung von Aus- bauelementen
Bauzeit Mai
1998 - Juni 1999
Baukosten 600.000 DM / 307.000 EUR
Förderung Senatsförderung
der thermi- schen Solaranlage
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Sanierung eines Wohnhauses aus den Dreißiger Jahren
Ein
Einfamilienhaus wird zum solar-ökologischen Niedrigenergiegebäude
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Entwurfskonzept Das Einfamilienhaus erhielt auf der
Gartenseite eine Erweiterung der Wohnräume im Souterrain und
Hochparterre. Das neue Dach wird als großzügige Balkonterrasse für
das erste Obergeschoß genutzt. Durch die in drei Ebenen angeordneten
Balkone und Terrassen vermittelt die Architektur den Eindruck
offener Weite - vergleichbar mit einem Schiffsdeck. Diese
Assoziation wird auch durch den Holzbelag der Terrassen und die
verbindende Freitreppe unterstrichen, die einen komfortablen Zugang
aus dem Hochparterre in den eine Etage tiefer liegenden Garten
ermöglicht. Je nach Wunsch kann man zu jeder Tageszeit Sonnen- oder
Schattenbereiche für den Aufenthalt im Freien wählen.
Die
Auflockerung der Trennwände im Altbau und die Transparenz im Anbau
leiten den Bewohner durch das Raumgefüge des Wohnbereiches im
Hochparterre zu den bepflanzten Gartenräumen im Freien.
Passive
Nutzung der Sonnenenergie Durch seine raumhohe Verglasung des
nach Süd-Südwest orientierten Anbaus bietet das Gebäude einen
attraktiven Ausblick in die Lankwitzer Gartenlandschaft und
ermöglicht gleichzeitig passiv-solare Wärmegewinne im Winter und den
Übergangszeiten.
Die großflächige Wärmeschutzverglasung
UGlas = 0,9 W/(m²K) der Glaswände mit schlanken Rahmenprofilen und
kleinem Öffnungsflügelanteil erlaubten den Verzicht auf in den Raum
gestellte Heizkörper. Stattdessen decken den relativ kleinen
Wärmebedarf die in den Boden integrierten Unterflurkonvektoren. Die
durch Heizung und Wärmeschutz erzielten Oberflächentemperaturen der
Außenwände steigern den thermischen Komfort und verhindern
Zugluftströmungen durch an den Glasscheiben abfließende Kaltluft.
Für
den sommerlichen Wärmeschutz wurden an Stelle von außenliegenden,
witterungsempfindlichen Sonnenschutzanlagen innenliegende,
hochreflektierende Folienrollos eingesetzt, wie sie sonst eher im
Büro- und Verwaltungsbau verwandt werden. So können auch die
Tageslichtverhältnisse im Raum optimal eingestellt werden. Außerdem
werden die sommerlichen Temperaturspitzen durch die thermischen
Massen in Fußböden, Decken und Wänden gedämpft.
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Baukonstruktion im Altbau Die Außenwände des Altbaus aus
Ziegelmauerwerk wurden mit einer 10 cm starken mineralischen
Wärmedämmung thermisch optimiert und mit einem Silikatputz
geschützt. Die Decke zum nicht ausgebauten Zeltdach (thermischer
Pufferraum) erhielt 20 cm Dämmung, Teilbereiche des Kellerbodens 14
cm.
Für den wärmebrückenfreien Einbau der neuen
Holz-Alufenster wurden die vertikalen Mauerwerksanschläge abgestemmt
und der jeweils äußere Fenstersturz durch einen längeren
ausgetauscht, da nur so bei gleicher Fenstergröße auch die
Außenlaibungen der Fenster konsequent gedämmt werden können. Als
Architekturzitat der 30er Jahre und zur Maximierung des
Lichteinfalls erhielten die Laibungen Viertelkreis-Rundungen, was
auch zur Betonung des "Altbau-Charmes" beiträgt.
Solarkollektor Als
Hauptlieferant für Wärmeenergie wurde ein Gasbrennwertkessel
eingesetzt. Zusätzlich wurden auf dem Dach Flachkollektoren zur
Wärmeerzeugung für das Brauchwasser installiert. Die jährliche
Deckungsrate beträgt rund 60 Prozent.
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Wasserhaushalt Durch Sammlung des Regenwassers in einer 5
m³ großen Zisterne lässt sich der Trinkwasserverbrauch erheblich
reduzieren. Das Regenwasser wird dort verwandt, wo
Trinkwasserqualität entbehrlich ist, nämlich für die
Toilettenspülung, Wäschewaschen (Waschmaschine mit doppeltem
Wasseranschluss) und Gartenbewässerung.
Baustoffauswahl Durch
behutsamen und bewahrenden Umgang mit den vorgefundenen Bauteilen
und Baustoffen aus dem Altbau konnten sämtliche Altbautüren
aufgearbeitet werden. Die Türbeschläge fanden ebenso weiter
Verwendung, wie die Wohnungstreppe mit ihren Geländern, die
Terrassenbeläge, Mauerwerksklinker und Gehwegplatten im Außenbereich.
Es
kamen diffusionsoffene, lösungsmittelfreie, Naturprodukt-Farben für
alle Wand-, Decken- und Innenbauteil-Oberflächen zur Anwendung.
Die
Fenster wurden aus europäischen Hölzern gefertigt und für den
dauerhaften Wetterschutz mit Aluminium-Profilen verkleidet. Einfache
Materialtrennung ermöglicht das Recycling nach Ablauf der
Nutzungsdauer.
Eichenparkett im Wohnbereich des
Hochparterres, unbehandelte Holzbohlen aus Lärche für die Terrassen,
auf einer Unterkonstruktion aus Robinie sowie aus Holz gefertigte
Einbau-schränke und -möbel, Regale und Fensterbänke sind weitere
Beispiele für die überwiegende Auswahl nachwachsender Werkstoffe.
Die
Altbaufenster wurden nach Ausbau und Aufarbeitung einem anderen
Projekt zugeführt.
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Außenbereich
Der kräftige Bewuchs des Gartens
erfuhr nur kleinere, pflegerische Eingriffe. Die Auslichtungen zur
Optimierung der Beleuchtungsverhältnisse im Gebäude wurden durch
Ersatzpflanzungen am Gebäude und auf dem Grundstück ausgeglichen.
Das
Dach des Nebengebäudes wurde extensiv begrünt.
Die
wasserdurchlässigen Holzbohlen-Beläge verursachten nur eine minimale
Bodenversiegelung.
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Impressum
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Auftragnehmer
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In Zusammenarbeit mit
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Umweltamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Abt. Jugend, Schule
und Umwelt, Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin
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solidar Architekten und Ingenieure, Dr. Günther Ludewig,
Winzerstraße 32 A, 13593 Berlin, Fon: 030 / 36 285 36-0, Fax:
030 / 36 285 36-5, dialog@solidar-architekten.de
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Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, Landesvertretung
Berlin-Brandenburg e.V., Dr. Uwe Hartmann,
Erich-Steinfurth-Straße 6, 10243 Berlin, Fon: 030 / 29 38 12
60, Fax: 030 / 29 38 12 61, dgs@dgs-berlin.de
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Abbildungen
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Dr. Günter Löhnert
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| Am Petersberg |
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Standort Am Petersberg/ Hüttenweg 14195 Berlin
Gebäude 15
Stadtvillen mit105 Wohneinheiten 85-119 m² Nutzfläche / WE Niedrigenergiebauweise
Heizenergieversorgung
Fernwärme, Nahwärmenetz mit eigener Solaranlage
Auftraggeber
/ Investor GEHAG, Gemeinnützige Heimstätten AG Berlin
Wettbewerbsauslobung
Bundesbauministerium
Architekt Prof.
K.-Theo Brenner, Berlin mit Gerold Perler, Wettbewerb Leistungsphasen
1-5 (Projektleitung)
Solaranlage/ Nahwärmenetz/
Bauphysik STZ-EGS Steinbeis-Transfer-Zentrum für Energie-
Gebäude- und Solar- technik, Stuttgart
Haustechnik Ingenieurbüro
Zimmer Magdeburg
Tragwerksplanung AKL-Ackermann
Kohlmann Linz, Erfurt
Landschaftsarchitekt Büro
Kiefer, Berlin
Förderung Berliner
Senatsverwaltung Referat Ökolog. Städtebau
Bauzeit 1997-2000
Baukosten 21
Mio. DM / 10,7 Mio. EUR
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Wohnen Am Petersberg
Erste Wohnanlage in Berlin mit
solargestütztem Nahwärmeversorgungssystem
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Die aus 15 Stadtvillen mit insgesamt 105 Wohneinheiten bestehende
Siedlung ging aus einem 1996 durchgeführten Realisierungswettbewerb
hervor. Die Grundlage bildeten von der Baustoffindustrie beauftragte
Typenentwürfe in Stahlbetonbauweise mit variablen Grundrissen des
Architekten Prof. Brenner. Die freistehenden Mehrfamilienhäuser
wurden auf dem Gelände der ehemaligen Turner-Kaserne für umziehende
Bundesbedienstete errichtet.
Der städtebauliche Entwurf schuf
eine offene und relativ dichte Bebauung, die durch die versetzte
Anordnung eine gute natürliche Belichtung / Besonnung der Wohnungen
ermöglicht. In alternierender Folge wurden zwei verschiedene
Gebäudetypen in fünf Reihen errichtet.
Die Gebäude
sind teilunterkellert und verfügen über erdgeschossige Fahrrad- und
Kinderwagenräume. Unter den Gebäuden am Hüttenweg wurden die
Pkw-Stellplätze in einer Tiefgarage angeordnet. Die tragenden
Gebäudeteile wurden mit hohem Vorfertigungsanteil aus Stahlbeton
konstruiert, die oberirdischen Außenwände als Sandwichelemente mit
14 cm Kerndämmung (PS) und einer äußeren 8 cm starken
Sichtbetonschale.
Die Kellerdecken sind unterseitig gedämmt.
Zwölf Dächer wurden extensiv begrünt und drei nehmen die
Kollektorfelder der zentralen Solaranlage auf. Außer den Fenstern
der Kellergeschosse (Kunststoff), wurden alle Fenster aus
Fichtenholz (nachwachsender Rohstoff) gebaut und mit schallgedämmten
Lüftungselementen und einer Wärmeschutzverglasung ausgestattet. Im
Erdgeschoß kamen als temporärer Wärme- und Einbruchschutz Klappläden
zur Anwendung, die ebenso wie die Hauseingangs- und Wohnungstüren
aus Holz gefertigt wurden.
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Kontrollierte Be- und Entlüftung Die Gebäude wurden
mit einer zentralen mechanischen Abluftanlage ohne
Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Abluft wird zentral über die
Bäder/ Toiletten und Küchen der Wohnungen abgesaugt, während die
Außenluft über Zuluftelemente in den Fenstern von Wohn- und
Schlafräumen bedarfsgerecht nachströmt.
180 m²
Vakuum-Röhrenkollektoren In die Nahwärmeversorgung der
Siedlung wurde eine zentrale Solaranlage integriert. Zur Deckung von
rund 50 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs für die
Warmwasserbereitung wurden auf drei der 15 Gebäude
Hochleistungs-Vakuum-Röhrenkollektoren mit einer Kollektorfläche von
ca. 180 m² - aus architektonischen Gründen - waagerecht installiert.
Die von den Kollektoren gelieferte Wärme wird in zwei Pufferspeicher
geleitet, deren Volumen zusammen 15 m³ beträgt. Die Puffer sind in
den Vor- und Rücklauf eines Zwei-Leiter-Wärmeverteilnetzes
eingebunden. Zur Nachheizung wurde den Pufferspeichern eine
Fernwärmeübergabestation der BEWAG nachgeschaltet, die im
Bedarfsfall den Vorlauf auf die Soll-Temperatur erwärmt. Die
Solaranlage übernimmt somit die Vorwärmung des Netzrücklaufes und
wird auf dem niedrigsten Temperaturniveau im System betrieben. Die
Heizanlagen in den Gebäuden sind auf Vor- bzw. Rücklauftemperaturen
von 70 bzw. 40 °C ausgelegt und werden direkt ohne Wärmetauscher an
das Wärmeverteilnetz angeschlossen. Die Warmwasserbereitung erfolgt
dezentral (je Gebäude) in Speicherladesystemen mit
Plattenwärmetauschern. Dadurch werden niedrige Temperaturen im
Netzrücklauf erreicht, die zu einem effizienten Betrieb der
Solaranlage führen. Zusätzlich besitzt jedes Haus eine separate
außentemperaturgesteuerte Heizungsregelung.
30
Prozent weniger Jahresheizwärmebedarf als gefordert Als
stadtökologisches Modellbauvorhaben wurde das Projekt wegen seines
niedrigen Heizenergiebedarfs vom Land Berlin gefördert. Die dichte
Bebauung in kompakter Bauweise und die Baukonstruktion im
Niedrigenergiestandard führen zusammen mit der solargestützten
Nahwärmeversorgung zu einem durchschnittlichen
Jahresheizwärmebedarf, der mit ca. 50 kWh/(m²a) etwa 25 bis 30
Prozent unter den gesetzlich geforderten Werten der zur Bauzeit des
Projektes gültigen Wärmeschutzverordnung WSVO95 liegt. So haben die
Bauteile folgende U-Werte:
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Außenwand
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0,25 W/m²K
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Flachdach
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0,16 W/m²K
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Fenster
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1,30 W/m²K
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g-Wert Fenster
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0,58 -
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Impressum
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Auftragnehmer
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In Zusammenarbeit mit
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Umweltamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Abt. Jugend, Schule
und Umwelt, Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin
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solidar Architekten und Ingenieure, Dr. Günther Ludewig,
Winzerstraße 32 A, 13593 Berlin, Fon: 030 / 36 285 36-0, Fax:
030 / 36 285 36-5, dialog@solidar-architekten.de
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Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, Landesvertretung
Berlin-Brandenburg e.V., Dr. Uwe Hartmann,
Erich-Steinfurth-Straße 6, 10243 Berlin, Fon: 030 / 29 38 12
60, Fax: 030 / 29 38 12 61, dgs@dgs-berlin.de
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Abbildungen
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Perler und Scheurer Architekten Prof. Dr.-Ing. Norbert
Fisch, Steinbeis-Transferzentrum
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