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  Klimaschutzbericht 2006 - 2008
Handlungsfeld 1: Klimaschutz im Bezirk

Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit und Beratung soll die Energieeinsparung bei Haushalten und Unternehmen im Bezirk gefördert werden. Der Klimaschutzbeauftragte unterstützt darüber hinaus Investoren und öffentliche Einrichtungen bei der umweltgerechten Wahl der Energieversorgung und fördert die Einsparbemühungen privater Eigentümer. Er erstellt Energieausweise für alle bezirkseigenen Gebäude.

Handlungsfeld 2: Klimaschutz im eigenen Gebäudebestand

Das Bezirksamt will in seinen eigenen Gebäuden den CO2-Ausstoss drastisch reduzieren. Es wird angestrebt, die CO2-Freisetzung pro Jahr auf folgende Werte gegenüber 1990 zu senken: 1990 100 % 2000 80 % 2010 60 % 2030 50 %. Da dem Bezirk zusätzlich zu den eigenen Anstrengungen in den nächsten Jahren erhebliche Mittel aus EU- und Bundesprogrammen zur Verfügung stehen werden, wurde der Zielwert auf 20% abgesenkt.

Handlungsfeld 3: Private Solarinvestitionen auf bezirkseigenen Gebäuden

Das Bezirksamt verfügt über Gebäude, deren Dächer für die Errichtung von Solaranlagen zur Stromerzeugung geeignet sind, und kann diese vermieten. Dadurch sollen mehr Solaranlagen in Betrieb genommen werden, als das Bezirksamt aus eigenen Mitteln erreichten könnte. Ziel ist: Bis 2011 sollen Anlagen für mindestens 20% des auf öffentlichen Gebäuden erzeugten Solarstroms errichtet sein. Verantwortlich für die Koordination ist der Klimaschutzbeauftragte.

Der aktuelle Bericht kann auf der Seite des Umweltamts heruntergeladen werden.


  Klimaschutzbericht 2002 - 2005

Der Klimaschutzbericht des Umweltamts Steglitz-Zehlendorf liegt vor.

Von 1997 bis 2005 hat der Bezirk Steglitz-Zehlendorf 7,3 Prozent Primärenergie eingespart. Trotz erheblicher und für Berlin beispielhafter Anstrengungen ist es nicht mehr. Die CO2-Bilanz sieht mit 17,3 Prozent etwas besser aus, bleibt aber deutlich hinter den selbstgesteckten Zielen zurück. Die Stadträte für Bau und Umwelt hatten festgelegt, dass 25 Prozent CO2 bis 2005 eingespart werden soll und 35 Prozent bis 2020, jeweils bezogen auf das Jahr 1997. Dass mehr CO2 eingespart wurde als Energie, liegt an der Ersetzung von Öl und Kohle durch das etwas klimafreundlichere Erdgas.

Der durchschnittliche Energieverbrauch der Liegenschaften des Bezirks beträgt 200 kWh/m² und Jahr. 60 bis 70 kWh sind nach heutigem Standard bei Neubauten erreichbar.

Der Bezirk hat in den letzten Jahren viel im Klimaschutz getan. 60 Prozent der Liegenschaften werden von Energiesparpartnern betreut, die sich verpflichtet haben, 22 - 29 Prozent Energie einzusparen. Es wurden die Standards beim Bauen und Sanieren trotz knapper werdender Haushaltsmittel stetig nach oben verschoben Steglitz-Zehlendorf ist der erste Bezirk, der alle Gebäude über 1.000 m² Nutzfläche mit Energiepässen ausgestattet hat.

Der Klimaschutzbericht stellt dar, welche Vorschläge das Umweltamt in den letzten Jahren gemacht hat, um diese Klimaziele zu erreichen. Er stellt weiterhin Vorschläge vor, die umgesetzt werden müssen, wenn 35 Prozent Einsparung bis 2020 erreicht werden sollen. Das geht nur durch ein umfassendes Sanierungsprogramm für die Fenster und Dächer insbesondere der Schulen im Bezirk. Dafür sind mindestens 12 Millionen € zusätzlich erforderlich. Geld, das sinnvoll investiert wäre, weil es über die gesparten Energiekosten wieder zurückfließt und weil es Arbeitsplätze im Bezirk schafft.

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf gibt jährlich 7 Millionen € für Energieträger aus. 2010 werden es voraussichtlich 12 Millionen € sein, wenn nicht gegengesteuert wird. Allein der Strom wird sich nach dem neuen Stadtvertrag im nächsten Jahr um 30 Prozent verteuern. Das Geld für Energie sollte lieber in die Kassen der lokalen Wirtschaft fließen. Das ist die Aufgabe des Aktionskreises Energie, den der Energiebeauftragte im Rahmen des Beschäftigungsbündnisses anregte. Der Aktionskreis Energie soll Energieberatung für Hausbesitzer und Weiterbildung für Handwerker und Planer im Bezirk anbieten.

Die Bilanz des Bezirks hinsichtlich des Ausbaues von Kraft-Wärme-Kopplung ist dürftig. Das gilt für die öffentliche Hand insgesamt. Es zeigt sich, dass die politisch gewollte und technologisch sinnvolle Technik nicht ohne besondere Anstrengungen aller Verantwortlichen vorankommt. Ebenso ist es beim Ausbau der thermischen Solartechnik. Einen ersten Einstieg wird es bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe im Bezirk durch den Bau einer Pellet-Heizung für ein Seniorenheim und einer thermischen Solaranlagen für eine Sportstätte geben.

Das Umweltamt nimmt auch bei Bauten des Senats und des Bundes zu Energiefragen Stellung und versucht, die Klimaschutzziele umzusetzen. Der Bericht benennt hier Ross und Reiter und versucht so, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Bauweise zu leisten.

Fazit des Berichtes: Es gibt viele Hebel für den Klimaschutz, aber wir sind erst am Anfang. Genau so, wie der Denkmalschutz ein Vetorecht bei Baudenkmalen hat, muß der Klimaschutz ein Vetorecht bekommen bei allen öffentlichen Bauten und bei der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen. Und so wie der Denkmalschutz von dafür ausgebildeten Fachleuten wahrgenommen wird, muß der Klimaschutz von dafür ausgebildeten und akkreditierten Personen ausgeübt werden, auf allen Ebenen der Verwaltung von Bund bis in die Kommune. Dann kann die öffentliche Hand vom Bürger seinen Beitrag zum Klimaschutz fordern.

Der Bericht kann auf der Internet-Seite des Umweltamtes heruntergeladen oder unter 90299-5052 bestellt werden.



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