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Allgemein
  Heizungs EKG

Was ist ein Heizungs- EKG?

Mit dem Heizungs-EKG kann eine messwertgestützte Beratung zur Optimierung sowie Einstellung von Heizungsanlagen gemacht werden.

Durch eine optimierte Einstellung und Proportionierung der Heizungsanlage können beachtliche Einsparpotentiale erschlossen werden. Die geringen Investitionen für ein Heizungs-EKG und die Optimierung der Heizungsanlage führen zu Einsparungen beim Brennstoffverbrauch. Mit dem Heizungs-EKG und mit den daraus festgestellten Maßnahmen sind bei Heizungsanlagen bis zu 25 Prozent Energieeinsparungen möglich.

Ob eine Anlage effizient arbeitet, wird letztlich nur an ihrem Betriebsverhalten erkennbar. Mit einem Heizungs-EKG werden alle relevanten Leistungsparameter einer Heizungsanlage kontinuierlich aufgezeichnet. Das Kernstück bei diesen Messungen ist der Energiemonitor der Firma Testo.

Der Energiemonitor ist ein mobiles Mess-Set von Sensoren und Datenloggern. Mit ihm werden energetische Messwerte der Heizungsanlage im 12 Sekundentakt erfasst. Das Betriebsverhalten wird so ohne Eingriff in die Heizungsanlage ermittelt.

Die Sensoren und Logger erfassen folgende Messwerte:

  • Raumtemperatur und Raumfeuchte (in der Regel in einer Wohnung)
  • Außentemperatur
  • Kesselvorlauf- und Rücklauftemperatur
  • Heizungsvorlauf- und Rücklauftemperatur
  • Speichervorlauf- und Rücklauftemperatur
  • O2- Gehalt im Abgas
  • CO- Gehalt im Abgas
  • Verbrennungstemperatur und Abgastemperatur

Diese Werte werden mit dem Energiemonitor über einen Zeitraum von 24 Stunden gemessen.

Folgende Messdaten werden zusätzlich erfasst:

  • Gas-Lastgang mittels Impulsgeber am Gaszähler
  • Kesselleistung mittels Ultraschall-Wärmemessung
  • Warmwasserverbrauchrmemessung mittels Ultraschall-Wärmemengenmessung
  • Druckschwankungen mittels Drucksonde
  • Stang-und Heizköper Vor- und Rücklauftemperaturen
  • Chemische und biologische Analysen des Heizungswassers
  • Auslesung von Pumpendaten
  • Auslesung der Kesselregelung

Nach der Aufzeichnung der einzelnen Messdaten, werden die Daten mittels eines Rechnerprogramms dokumentiert

Zusammengefasst schaft das Heizungs-EKG die nötige Tranzparenz über momentanes Betriebsverhalten, zuküftige Investitonsvorhaben und effektive Optimierungsmaßnahmen.


  Energieverluste Kessel

Zu kurze Brennertaktzeiten sind häufig ein Probelem bei Heizungsanlagen. Höhere Taktzeiten bedeuten auch höhere Energiekosten. Mit dem Heizungs-EKG ermittelt man die maximale Heizlast des Gebäudes und die einzustellende Brennerleistung. Mit diesen Werten kann man die Brenner und Regeleinstellungen indivduelle anpassen.

Mit einem modulierten Brenner und der richtigen Regelung können Einspareffekte bis zu 15 Prozent erziehlt werden. Der Vorteil besteht vor allem darin, dass der Brenner in einem weiten Regelbereich sich nicht abschaltet, sondern seine Leistung verändert. Damit kann das häufige Ein- und Ausschalten verhindert werden. Durch die langen Brennerlaufzeiten mit sehr wenigen Brennerstarts kommt es zu deutlichen Wirkungsgradvorteilen. Auch der Betriebsbereitschaftsverlust und die Wärmeabstrahlung der Heizungsanlage sinken.


  Energieverluste Wärmeverteilung

Heizungswärme und Warmwasserversorgung müssen verlustarm von der Heizungsanlage zu den Heizflächen und Warmwasserentnahmestellen transportiert werden.
Wärmeverteilungsverluste entstehen an Versorgungsleitungen und Umwälzpumpen.

  1. Wärmeverluste an Versorgungsleitungen
    Sehr hohe Verluste treten an heiztechnischen Anlagen wie Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die ungedämmt und sich nicht in beheizten Räumen befinden, auf.
    Die Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) fordert hier, diese Anlagenteile ausreichend zu dämmen.

  2. Energieverluste bei Pumpen
    Ungeregelte Pumpen arbeiten oft auf der höchsten Leistungsstufe. Sie passen sich den unterschiedlichen Druckverhältnissen im Heizungskreis nicht an. Bei geringer werdender Wärmeabnahme schließen sich die Heizungsventile, der Druck steigt im Heizungsnetz mit ungeregelten Pumpen an, ohne dass die Stromaufnahme abfällt. Bei geregelten Pumpen wird der Druckanstieg erkannt und führt zu einer automatischen Leistungsreduzierung, wodurch der Druck und Durchfluss fast konstant gehalten wird. Der Stromverbrauch ist bedeutent geringer.


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