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Allgemein
  OBI-Baumarkt
Standort
Goerzallee 189 - 223
14167 Berlin

Gebäude
Baumarkt

Initiatoren
OBI, S.A.G. Solarstrom AG

Eigner der Solarstromanlage
S.A.G. Solarstrom AG

Planung
PST Solar und Windenergie GmbH
in Kooperation mit der
S.A.G. Solarstrom AG

Bauzeit
September 2000

Fläche der Anlage
600 m² Installierte Leistung 60.000 kWh im Jahr

Kosten
460.000 EUR


OBI-Baumarkt

Solarstromanlage auf dem Baumarktdach
Seit dem 9. Oktober 2000 speist das Solarkraftwerk auf dem OBI-Baumarkt in Berlin-Steglitz Strom ins öffentliche Netz ein.

Es stellt den Beginn einer interessanten Firmenkooperation zwischen der Baumarktkette OBI und der S.A.G. Solarstrom AG dar. Ein Teil dieser Kooperation besteht darin, dass OBI der S.A.G. Solarstrom AG Dachflächen zur Verfügung stellt, die von letzterer zur Errichtung dezentraler Solarkraftwerke genutzt werden. Insgesamt soll bundesweit im Rahmen dieses exclusiven Kooperationsvertrages ein Megawatt peak (MWp) an solarer Leistung auf den hierfür gut geeigneten Flachdächern von OBI-Baumärkten installiert werden.

Die erste Photovoltaikanlage wurde hier im Süden Berlins in weniger als drei Wochen mängelfrei aufgestellt. Sie ist in das Gründach integriert, hat eine Modulfläche von über 600 m² und eine installierte Leistung von 70 kWp. Sie wird damit voraussichtlich jährlich ca. 60.000 kWh Strom liefern. Die S.A.G. Solarstrom AG finanzierte die Anlage mit rund 460.000 EUR.

Es folgten anschließend die Anlagen

- in Offenburg am 29. Jan. 2001
- in Bensheim am 13. März 2001
- in Hamm am 26. März 2001
- in Ludwigshafen am 16. Mai 2001
- in Idstein am 22. Juni 2001
- in Berlin-Neukölln am 16. Nov. 2001
Der exklusive Kooperationsvertrag zwischen OBI und der S.A.G. Solarstrom AG geht über die reine Dachnutzung und die Errichtung von Solarkraftwerken hinaus. Bundesweit wollen die Partner für die Verbreitung und den Erfolg der Solarenergie als wesentliche Bestandteile des zukünftigen Energiemixes aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse werben. So werden die OBI-Märkte ihre Kunden und Besucher auf die Stromerzeugung aus solarer Strahlung gezielt hinweisen. Zu diesem Zweck ist unter anderem in der Eingangshalle eine Schautafel angebracht, die auf die Solaranlage hinweist. Da die Module von unten kaum zu sehen sind, zeigt ein Foto das Generatorfeld auf dem Dach. Zudem soll eine Vielzahl von Aktivitäten das Thema Solarenergie in die Öffentlichkeit tragen.

"Die Übernahme ökologischer Verantwortung ist Bestandteil der OBI-Philosophie. Mit der Entscheidung für einen Megawatt Solarleistung auf OBI-Märkten wollen wir unsere Kunden für die sauberste und sicherste Form der Energieerzeugung begeistern", begründete Manfred Maus, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender von OBI, bei der feierlichen Inbetriebsetzung dieser ersten Anlage, die exklusive Solarkooperation mit der S.A.G. Solarstrom AG.

Die Gegebenheiten scheinen auch tatsächlich für alle Beteiligten günstig: Die große Sympathie, die viele Menschen bereits jetzt der Sonnenenergie entgegenbringen, fügt sich gut in die Öffentlichkeitsarbeit ein. Gleichzeitig ist die Möglichkeit, in kurzer Zeit viele Menschen anzusprechen und ihnen die Realisierbarkeit solarer Stromgewinnung zu demonstrieren, eine nicht zu unterschätzende Chance zur weiteren Verbreitung von Informationen über die jetzt schon existierenden technischen Möglichkeiten zur Nutzung der Sonnenenergie.

Die S.A.G. Solarstrom AG ihrerseits finanziert die Errichtung der Solarkraftwerke mit den Einlagen ihrer Aktionäre. Die Förderung im 100.000-Dächer-Programm und die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ermöglichen die Akquise privaten Kapitals zum Betrieb solcher Anlagen.
Ein weiterer Aspekt, der die ökologische Komponente dieser Solarstromanlage unterstreicht, ist die Tatsache, dass die Solarmodule aus CO2-neutraler Produktion stammen. Die Herstellerfirma, die Solar-Fabrik Freiburg, produziert selber ausschließlich mit erneuerbaren Energien. Ein für Produktionsgebäude derzeit noch einmaliges Konzept kombiniert zu diesem Zweck Solararchitektur mit Erdwärmeüberträgern, Solarstromgewinnung und ein Rapsöl-Blockheizkraftwerk so, dass die gesamte benötigte Energie regenerativ bereitgestellt wird.


Betriebsergebnisse


Eine Schautafel im Eingangsbereich des Baumarktes informiert alle Kunden über die solare Stromerzeugung auf dem Dach. Die zu erwartende jährliche Einsparung von CO2 ist mit 35 Tonnen verzeichnet.

Ein integriertes Display gibt die aktuelle Einstrahlung der Sonne in W/m² an. Daneben ist die Gesamtzahl der seit Inbetriebnahme der Anlage ins öffentliche Netz eingespeisten Kilowattstunden angegeben: Am 21. August 2002 um 9:00 Uhr waren es 103.905 kWh. Da die Anlage am 9. Oktober zwei Jahre in Betrieb sein wird, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie "ihr Plansoll" erreicht und jährlich 60.000 kWh Strom aus der von ihr eingefangenen Sonnenstrahlung gewinnt.
Impressum Auftragnehmer In Zusammenarbeit mit
Umweltamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Abt. Jugend, Schule und Umwelt, Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, Landesvertretung Berlin-Brandenburg e.V., Dr. Uwe Hartmann, Erich-Steinfurth-Straße 6, 10243 Berlin, Fon: 030 / 29 38 12 60, Fax: 030 / 29 38 12 61, dgs@dgs-berlin.de solidar Architekten und Ingenieure, Dr. Günther Ludewig, Winzerstraße 32 A, 13593 Berlin, Fon: 030 / 36 285 36-0, Fax: 030 / 36 285 36-5, dialog@solidar-architekten.de

Abbildungen
PST Solar- und Windenergie GmbH


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