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| Allgemeines |
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Der Mensch braucht ein Dach über dem Kopf. Damit es uns gut geht,
brauchen wir etwas mehr: Einen Ort zum Leben und wohlfühlen, an dem wir
durchatmen und uns zu Hause fühlen können. Neben dem Wunsch, sich schön
einzurichten, wächst angesichts steigender Umweltbelastungen das
Bedürfnis, gesund zu wohnen. Gesundheit und Wohlbefinden werden als
wertvollstes Gut eingeschätzt. Umweltmediziner führen die Zunahme
zahlreicher Krankheiten auf ungesunde Wohnverhältnisse zurück.
Ein Problem hat sich in den vergangenen Jahren dabei
herauskristallisiert. Um Energiekosten einzusparen werden zunehmend
Gebäude mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen, neue Fenster
eingebaut und „dicht“ gemacht. Durch unsachgemäße Ausführung und nicht
Berücksichtigung von bauphysikalischen Gesetzmäßigkeiten ist die Gefahr,
ein Gebäude kaputt zu sanieren, sehr hoch. Schäden wie
Schimmelpilz und feuchte Wände sind die Folge und gehen immer zu Lasten
eines gesunden Wohnklimas. Aber, extrem dichte, hochgedämmte
Gebäudehüllen zur Vermeidung von Wärmeverlusten und damit zur Einsparung
von Energiekosten sind bei der aktuellen und langfristig abschätzbaren
Rohstoffpreisentwicklung äußerst wünschenswert.
Gesundes Wohnen ist natürlich auch in hochgedämmten Häusern und
Wohnungen problemlos möglich. Bauvorhaben im gesamten Bundesgebiet mit
hochgedämmter Bauweise aus dem Alt- und Neubaubereich erbrachten das
Ergebnis, dass bei fachgerechter Ausführung und bei richtigem
Lüftungsverhalten der erhebliche Kostenvorteil hochgedämmter Häuser und
Wohnungen keineswegs zu Lasten gesundheitlicher Einschränkungen gehen
muss. Voraussetzung ist eine fachmännische Ausführung der Dienstleistung.
Weiterführende Informationen zum Thema „Gebäudedämmung & Gesundes
Wohnen“ finden sie in den nachfolgenden Rubriken.
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| Schimmel an Gebäuden |
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Fast alle Voraussetzungen für das Wachstum von Schimmelpilzen sind in
Wohngebäuden vorhanden:
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Nährstoffe (meist Zellulose) wie Tapeten, Kleister, Holz und
Holzwerkstoffe, Gipskartonplatten oder auch Kunststoffe etwa in
Wandbeschichtungen, Teppichböden etc.
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Auch Staub reicht meistens schon aus.
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Die Temperaturen liegen meist in einem Bereich, in dem sich viele
Mikroorganismen gut entwickeln.
1. Besonders gefährdete Bereiche
Besonders gefährdet sind Schlafzimmer, Badezimmer und Küchen. In diesen
Räumen entsteht meist eine höhere Raumluftfeuchtigkeit. Außerdem werden
diese Räume oft nicht oder nicht ausreichend beheizt. Gefährdete
Bauteile sind Außenbauteile (Wände, Decken und Böden) oder Bauteile, die
an unbeheizte Räume angrenzen. Problematisch sind auch Möbelstücke und
Gardinen vor Außenwänden. Eine enorme Gefährdung sind nicht luftdichte
Außenbauteile. Durch Undichtigkeiten (häufig im ausgebauten
Dachgeschoss, Fensterfugen, Rohr- und Kabeldurchführungen) kann warme
feuchte Luft nach außen gelangen und führt so zu Feuchteschäden.
2. Verhinderung von Schimmelpilz in Gebäuden Grundsätzlich
kann man die Schimmelpilzbildung in Wohngebäuden nur durch Begrenzung
der Feuchtigkeit verhindern. Hilfreich sind folgende Maßnahmen:
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Herstellen einer ausreichenden Außendämmung, so dass der Taupunkt im
Gebäudeinneren an den Wandoberflächen nicht unterschritten wird
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Sanierung fehlender / mangelhafter Bauwerksabdichtung
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Verbesserung der Luftdichtheit der Gebäudehülle
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Ausreichende Be- und Entlüftung der Innenräume → Stoßlüftung
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Luftzirkulation bei Möbelstücken oder Gardinen vor Außenbauteilen
ermöglichen
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Alle bewohnten Räume, auch Schlafzimmer und Küchen sowie Bäder
ausreichend beheizen
3. Beseitigung von Schimmelpilz Schimmelpilz lässt sich auf
Dauer nur beseitigen, wenn die Entstehung von Feuchtigkeit an den
betroffenen Stellen verhindert wird. Das Abtöten von Schimmelpilzen
mittels Chemikalien spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Auch bei
"Hausmitteln" ist Vorsicht angesagt, da diese oft mehr schaden als
nutzen. Schäden sollten durch Fachleute begutachtet werden. Diese können
auch die Planung der erforderlichen Maßnahmen und die Kontrolle der
Wirksamkeit durchführen.
Grundsatz: Schimmelpilzbefall wird durch die Beseitigung der Ursachen
bekämpft!
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| Feuchtigkeit am Gebäude |
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Feuchte im Haus gehört zu den größten finanziellen und gesundheitlichen
Risiken für Haus- und Wohnungsbesitzer. Wo sie auftritt, kann Stahl
rosten und Holz faulen, können Steine verwittern und
Oberflächenbeschichtungen, wie Lacke, Putze, Tapeten, sich lösen. Da
Wasser die Wärme 25mal besser leitet als Luft, wird auch der Wärmeschutz
durch feuchte Bauteile erheblich beeinträchtigt. Langfristig geht
Feuchtebildung immer zu Lasten der Bausubstanz und führt zu
Schimmelpilzbildung. Pilzbefall kann das Gemäuer nachhaltig zerstören
und ist im Extremfall in der Lage, Häuser zum Einsturz zu bringen. Der
Wohnwert bzw. der Wert von Immobilien wird erheblich gemindert
Dabei
ist die Beantwortung folgender Fragen, die entscheidenden Einfluß auf
Art und Umfang der Sanierungsmaßnahmen und die damit verbundenen Kosten
sowie die gesundheitlichen Folgen haben, entscheidend:
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Woher kommt die Feuchte an den Wänden?
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Worin liegt die Ursache für die Feuchte?
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Welche Folgen treten auf?
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Fehlt die Dämmung oder wurde sie unsachgemäß angebracht?
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Liegen die Ursachen bei den Bewohnern und wird nicht richtig geheizt
und gelüftet?
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Handelt es sich bei der vorliegenden Feuchte um sogenannte Restfeuchte
aus dem neugebauten Mauerwerk?
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Liegt auf- oder absteigende Feuchte und evtl. eine Versalzung des
Mauerwerks vor?
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Schlägt sich Wasserdampf aus der Wohnung, entstanden durch Kochen,
Waschen, etc. an kalten Wänden nieder (Kondensatbildung)?
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Gibt es eine Leckage im Wasserleitungssystem?
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Ist mit der Feuchtebildung eine Schimmelbildung sichtbar und/oder
verdeckt eingetreten?
Patentrezepte zur Sanierung gibt es nicht. Doch ohne die Ermittlung der
Ursachen sind z.B. Sperrputze, Chlorbehandlungen, Innendämmungen,
Mauerinjektionen, Lüftungsanlagen etc. auf Dauer wirkungslos oder können
die vorhandene Feuchte- und Schimmelproblematik sogar verschlimmern.
Fehler bei einer Sanierung verursachen zusätzliche finanzielle Schäden und
häufig auch anhaltende gesundheitliche Schäden.
Feuchtigkeitsschäden sollten durch Fachleute begutachtet werden. Diese
können auch die Planung der erforderlichen Maßnahmen und die Kontrolle
der Wirksamkeit durchführen.
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| Wärmebrücken |
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Eine Wärmebrücke definiert sich als ein Bereich, an dem die Raumwärme
deutlich schneller nach außen abtransportiert wird, als bei den anderen
Bauteilen des Gebäudes. So ergeben sich lokal niedrigere Temperaturen an
der Innenseite des Bauteils, welches die Wärmebrücke darstellt. Erhöhter
Energieverbrauch sowie Feuchtigkeitsprobleme im Bereich der Wärmebrücke
sind die Folge.
Die Wärmedämmung hat in den letzten Jahren immer
mehr an Bedeutung gewonnen. Eine gute Wärmedämmung der Außenwand wird
eine Wärmebrücke entscheidend reduzieren.Durch gut gemeintes aber nicht
fachgerechtes Dämmen können aber auch Bauschäden entstehen.
Wärmebrücken können verschiedene Ursachen haben, z.B:
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auskragende Balkone
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falsch eingebaute Fenster
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Kniestock Ausbildung ungedämmter Dächer
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Giebelwände bei ungedämmten Dächern
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Decken - Kellerwand Anschlüsse
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Geschoßdeckenabschlüsse
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Rollädenkästen
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falsch eingebaute Fensterbretter
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Heizkörpernischen
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Fußpfetten Dämmung beheizter Dächer
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durchfeuchtete Dämmungen
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Statische Durchdringung der Wärmedämmung
Sie bauen oder besitzen eine Immobilie? Als erstes ist zu klären, ob und
an welchen Stellen die Gefahr einer Wärmebrücke besteht.
Möglichkeiten gibt es folgende:
Den Fachmann rechnen
lassen
Der Vorteil ist hier, daß man sagen kann, ob die Ausführung überhaupt
funktionieren wird. Konstruktive Wärmebrücken können so nachgewiesen
werden. Die Berechnungen sind witterungsunabhängig und jeder Zeit
durchführbar. Und man kann sie vor dem Einbau erstellen. Man weiß also
schon im Vorfeld, ob eine Wärmebrücke entstehen wird und erfährt es
nicht erst nach dem Einbau, wenn es meistens schon zu spät ist.
Thermografie
an Gebäuden
Mit Hilfe der Thermographie kann ein genaues Bild über mögliche
thermische Verluste des Gebäudes ermittelt werden. Damit kann
herausgefunden werden, ob ein Baumangel, ein Planungsfehler,
Nutzerverhalten, oder eine Kombination aus allem (für die
Schimmelpilzbildung) verantwortlich ist.
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| Thermische Sanierung |
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Durch Ritzen und Fugen dringt trockene kalte Luft in das Gebäude ein, an
anderer Stelle verläßt feuchte, aufgeheizte Raumluft das Haus durch die
Konstruktion. Dies bedeutet nicht nur einen Energieverlust, es besteht
auch die Gefahr, dass Feuchtigkeit die Baukonstruktion schädigt. Man
stellt am eigenen Körper fest, daß bei Wind eine dichte Kleidung
wichtiger ist als ein dicker Wollpullover; bei einem Haus ist dieses
ähnlich. Unter den Maßnahmen, die effizienteren Energieeinsatz zum Ziel
haben, steht verbesserter Wärmeschutz der Gebäudehülle unbestreitbar an
erster Stelle.
Das Heizungssystem zu optimieren sollte erst an zweiter Stelle erfolgen,
denn Dämmstoff ist primärenergetisch weniger aufwändig herzustellen und
anzubringen als eine neue Heizanlage. Darüber hinaus kann bei
Baumaßnahmen mit einer erheblich höheren Lebensdauer gerechnet werden
als bei einer technischen Anlage.
Man geht für die
Wirtschaftlichkeitsberechnung von einer Nutzungsdauer von 25 Jahren aus.
In der Praxis darf wohl eine Lebensdauer von mindestens 40 Jahren
angenommen werden. Wärmedämmung der Gebäudehülle senkt die erforderliche
Leistung und Betriebstemperatur des Wärmeerzeugers maßgeblich, so dass
auch die unvermeidlichen Heizungsverluste geringer werden.
Dämmung
und Raumklima
Bei Verbesserung des Wärmeschutzes steigt die
Oberflächentemperatur der Wandflächen. So wird dem menschlichen Körper
weniger Wärme durch Strahlung entzogen. Eine dichtere Gebäudehülle
verhindert unbehagliche Zugluft. Wärmeschutz und Gebäudeabdichtung
dienen daher nicht nur der Energieeinsparung, sondern stellen auch eine
nicht zu unterschätzende "Behaglichkeitsversicherung" dar. Durch
fachgerechte Fassadendämmung könnten in Deutschland bis zu 60% an
Energie eingespart werden. Und das lohnt sich nicht nur für die Umwelt.
Denn wer heute in die energetische Sanierung seiner eigenen vier Wände
investiert, hat auch selbst etwas davon.
Ein Beispiel:
Bei einem Zweifamilienhaus mit etwa 300 m² Wohnfläche kann man jährlich
ca. 1.500 € Euro an Heizkosten einsparen! Gemessen am Mehraufwand von
ca. 15.000 Euro entspricht die jährliche Sparsumme einer Verzinsung in
Höhe von 10%. In 40 Jahren ergibt sich so ein Einsparvolumen von 60.000
Euro.
Voraussetzungen für richtiges Dämmen sind:
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Eine genaue Analyse des Problems und die Wahl der langfristig
sichersten, technisch optimalen Lösung
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die richtige Bemessung der optimalen Dämmstoffdicke
Energetisches Sanieren rechnet sich: Sie steigern das Wohlfühlklima in
den eigenen vier Wänden, sparen Energie und erhöhen den Wert Ihrer
Immobilie. Damit sich jeder die umweltfreundlichen Investitionen leisten
kann, bieten zahlreiche Institutionen Fördermittel in Form von
Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen an.
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